Verarbeitung von UNICODE-Dateien in den Codierungen UTF-8 und UTF-16 (Big-Endian oder Little-Endian). Die Anzeige aller Arbeitsbereiche, unabhängig von der Codierung, erfolgt immer in UNICODE. UNICODE-Arbeitsbereiche können in andere Codes konvertiert werden oder mit anders codierten Arbeitsbereichen verglichen werden. Bei der hexadezimalen Anzeige können wahlweise 4 Halbbytes oder nur die 2 rechtsbündigen Halbbytes angezeigt werden. Daten, die in ISO-8859, EBCDIC oder in einem beliebigen Benutzercode codiert sind, können unverändert im Originalcode editiert werden.
Es können Sätze bis zu einer Satzlänge von 32.767 Bytes verarbeitet werden.
Mit dem Kommando UNDO bzw. der Schaltfläche können vorhergehende Aktionen rückgängig gemacht werden, unabhängig davon, ob sie über ein Kommando oder die Markierungsspalte ausgelöst wurden oder ob es sich um Änderungen im Datenfeld handelt.
EDT kann über Parameter so eingestellt werden, dass jeweils nach Ablauf einer vorgegebenen Anzahl von Sekunden automatisch alle Arbeitsbereiche des EDT gesichert werden (Autosave).
Im Open-Modus können Dateien bis zu 1.024 GB eingelesen werden. Der Arbeitsspeicher wird dabei nur für Verwaltungs-Informationen der Daten verwendet. Die eigentlichen Daten werden bei Bedarf direkt von der Originaldatei gelesen. Neue bzw. geänderte Daten werden in einer temporären Datei gespeichert.
In einen Arbeitsbereich können beliebig viele Dateien eingelesen und gemeinsam editiert werden (siehe Kommando READ) und Menü Datei / Öffnen mehrfach, z.B. Austausch eines Strings in allen Primärprogrammen. Anschließend können mit dem Kommando REWR alle Dateien in die Ursprungsdateien oder wahlweise auch in neue Dateien zurückgeschrieben werden. Mit dem Kommando SHOW DIR wird ein Inhaltsverzeichnis aller Dateien eines Arbeitsbereichs erzeugt.
In allen Strings zu den EDT-Kommandos können spezielle EDT-System-Variablen verwendet werden, mit denen z.B. der aktuelle Dateiname, der Pfad, das Datum oder die Uhrzeit als String oder Teil eines Strings angegeben werden können. Bei allen String-Parametern können mehrere Zeichenfolgen verknüpft werden.
Mit dem Kommando VIEW können mehrere Sichten auf einen Arbeitsbereich aktiviert werden, z.B. wird in der VIEW 0 der Beginn eines Primärprogramms mit der Parameterbeschreibung angezeigt, in VIEW 1 der Funktionsteil und in VIEW 2 wird der Datenteil angezeigt.
Integrierter Filetransfer: Filetransfer zu anderen Hosts (BS2000, z/OS, Unix, Windows) ohne FT-Software auf dem PC. Auf dem anderen Host muss openFT bzw. FTP vorhanden sein. Im Menü Extras/Filtransfer können FT-Profile definiert werden, die in der EDTW.INI gespeichert werden. Der Filetransfer wird mit den Kommandos READ und WRITE gestartet. Bei diesen Kommandos und bei den Kommandos FILE und FSTAT kann jeweils statt des Dateinamens der FT-Profilname und der BS2000-Dateiname angegeben werden.
Filetransfer zum BS2000-Host über das Programm FILESEND oder URLServer aus dem Programmpaket OPGCOM. Der Filetransfer wird vom Host initiiert mit dem Kommando EDTW bzw. Actioncode EDTW des Programms CFS oder die Daten werden über den Browser eingelesen. Die Daten können mit dem EDT-Kommando WRITE zurückgeschrieben werden. Im Gegensatz zu allen anderen FT-Methoden können auch ISAM-Dateien, PAM-Dateien und delta-gespeicherte LMS-Elemente editiert werden. BS2000-Zip-Dlemente können nur gelesen werden.
Bei den Kommandos ON ..... ist zusätzlich der Parameter Q (Query) möglich. Diese Option bewirkt für jede Zeile eine Abfrage an den Benutzer, ob die Aktion (Change, Delete, Print, Copy) durchgeführt werden soll. Anstelle ON..FIND kann auch die Option ON..SEARCH mit der CFS-Syntax (beliebig viele Suchbegriffe mit "und/oder" verknüpft) angegeben werden.
EDT kann über eine Parameterdatei so eingestellt werden, dass er genauso wie im BS2000 reagiert (Standard). Zusätzlich können besondere "PC-Features" genutzt werden (siehe Kommando EDIT WORD).
Beim Einfügen von Zeichen in eine Zeile gehen die über den rechten Bildschirmrand hinaus geschobenen Zeichen nicht verloren.
Weiterverarbeitung der mit dem Kommando FSTAT erzeugten Dateienliste.
Mit dem Kommando FSTAT kann auch eine Liste von Elementen eines ZIP-Archivs erzeugt werden.
Das Kommando SETF kann auch in Prozeduren aufgerufen werden. Damit ist es möglich, während des Prozedurablaufs bestimmte Daten anzuzeigen.
Die Daten können in ASCII, ANSI, EBCDIC oder UNICODE editiert und konvertiert werden (siehe Menü Ansicht/Code-Anzeige und Kommando CODE). Die Konvertierung erfolgt mit dem Menü Funktionen/Code-Umsetzung bzw. dem Kommando CODE.
Verschlüsselung von EDT·Prozedurdateien.
Neben den Integer-Variablen stehen auch Float-Variablen für Gleitpunkt-Berechnungen zur Verfügung.
Es werden im LOWER OFF-Modus auch Kleinbuchstaben wahlweise am Bildschirm angezeigt. Im BS2000 werden im LOWER OFF-Modus Kleinbuchstaben als Schmierzeichen dargestellt.
Falls beim Einlesen, Neunumerieren oder Kopieren die maximale Zeilennummer überschritten wird, gehen im Gegensatz zum BS2000 keine Sätze verloren. Der Arbeitsbereich wird automatisch neu numeriert.
Es stehen 32 Arbeitsbereiche (0…31) und je 100 Line-, Integer-, Float- und String-Variablen zur Verfügung. In jeder String-Variablen können bis zu 32.767 Zeichen gespeichert werden. Bei Integer-Variablen sind Zahlen von -263 bis 263-1 (64Bit=8.388.607 Terrabyte) zulässig.
Markierungsspalte:
Auch bei Verwendung der Markierungen C oder M können die Markierungen A, B oder O mehrfach angegeben werden. Nach Ausführung der Funktion für diese Maske werden die Markierungen C und M gelöscht.
Mit der Markierung F kann eine Zeile markiert werden. Die Zeilennummer wird dann hervorgehoben und die Zeile wird so behandelt, als wäre sie bei einem ON..FIND-Kommando gefunden worden. Mit der Markierung N kann dieser Status wieder zurückgesetzt werden.
Mit der Markierung E können Zeilen zu einer Zeile mit unbegrenzter Länge verkettet werden.
Mit der Markierung S (Split) können Zeilen aufgeteilt werden. Im BS2000 bewirkt die Markierung S die Positionierung des Datenfensters.
In einem Arbeitsbereich mit einer Dateienliste, die mit dem Kommando FSTAT erzeugt wurde, kann mit der Markierung 1 - 9 die Datei in den jeweiligen Arbeitsbereich eingelesen werden. Handelt es sich bei der Zeile um ein Unterverzeichnis oder ein ZIP-Archiv, wird automatisch das FSTAT-Kommando aufgerufen und das Ergebnis in den entsprechenden Arbeitsbereich übertragen.
zusätzliche EDT-Kommandos:
Kommando BEEP zur Ausgabe eines akustischen Signals.
Kommando CHDIR/CD: Wechseln Arbeitsverzeichnis.
Kommando CAT und CUT zum Verketten bzw. Aufteilen von Stringvariablen.
Kommando CODE zur Code-Konvertierung und Code-Darstellung.
Kommando COPYFILE zum Kopieren von Dateien.
Kommando DELETE All VARIABLES zum Löschen aller Variablen.
Kommando DELETE MULTIPLE: Löschen gleiche Zeilen bzw. Zeilen mit gleichem Inhalt in bestimmten Spalten.
Kommando DIALOGBOX: Ausgabe der Dialogbox ÖFFNEN oder SAVE AS zur Anforderung eines Dateinamens.
Kommando MKDIR zum Erzeugen von Verzeichnissen.
Kommando MOVEFILE zum Umbenennen/Verschieben von Dateien.
Kommando ON..SEARCH: Ähnliche Funktionalität wie ON..FIND aber es können Suchbegriffe mit der CFS-Syntax (beliebig viele Suchbegriffe mit "und/oder" verknüpft) angegeben werden.
Kommando RMDIR zum Löschen von Verzeichnissen.
Kommando S: Suchen im Arbeitsbereich ab der ersten angezeigten Zeile mit der CFS-Syntax (beliebig viele Suchbegriffe mit "und/oder" verknüpft).
Kommando SETENV zum Setzen und Anzeigen von Umgebungsvariablen.
Kommando SHOWNIL: Darstellung des NIL-Zeichens in den Daten als Punkt oder Blank. Diese Option ist insbesondere zur Bearbeitung von Unicode-Daten gedacht.
Kommando SORT: Mehrere Sortierbegriffe möglich. Option REVERSE zum Kommando (Sortieren der Zeilen in einem Arbeitsbereich in umgekehrter Reihenfolge).
Kommando STRIP: Entfernen Leerstellen und Tabulatorzeichen.
Kommando STT/TTS: Leerstellen in Tabulatorzeichen umwandeln und umgekehrt (Spaces to Tab bzw. Tab to Spaces).
Kommando WAIT: Warten von n Sekunden.
Kommando WINDEF: Zeile für Dialogbox definieren.
Kommando WINGEN: Erweiterte Dialogbox erzeugen und ausgeben.
Kommando WINOUT: Benutzerdefinierte Dialogbox ausgeben.
Kommando WINSIZE zum Ändern der Arbeitsbereichs-Fenster.
Kommandos für Prozeduren:
Kommentare rechts neben EDT·Kommandos in Prozedurdateien.
Bei IF- und GOTO-Anweisungen kann als Sprungziel eine Zeilennummer oder ein Name angegeben werden. Der Name kann auch in einer Stringvariablen stehen. Diese beiden Kommandos können auch in der Ebene 0 einer INPUT-Prozedur verwendet werden.
Kommando IF: Bei allen Varianten ist als True-Action die Angabe GOTO RETURN oder ":text" zulässig. Bei IF .TRUE./.FALSE./.EMPTY kann zusätzlich ein Arbeitsbereich angegeben werden.
Zusätzliche Varianten des Kommandos IF
  Kommando IF line-var = SELECTED: Prüfen, ob eine Zeile markiert ist.
Kommando IF line-var = EXIST: Prüfen, ob eine Zeile existiert.
Kommando IF WINGEN n = EXIST: Prüfen, ob ein WINGEN-Fenster noch existiert.
Kommando INPUT: Kommentare können in INPUT-Prozeduren am Ende jeder Prozedurzeile, getrennt durch doppelte Strichpunkte ";;" angegeben werden. Die geschachtelte Nutzung von INPUT-Prozeduren wird unterstützt. Dadurch entfällt in vielen Fällen der dynamische Aufbauen von Prozedurebenen.
Zusätzliche Varianten des Kommandos SET:
mehrere Datums- und Zeitvarianten,
SET-Kommandos für Float-Variablen,
SET-Kommandos SET #Sn=C#Ind und SET #Ln=C#In zum Aufbereiten von Zahlen mit zusätzlichen Optionen (Tausender-Punkte, variable Länge ohne führende Nullen, Zahlen > 2 GB) usw.),
Mit dem Kommando SET können alle vier Grundrechenarten ausgeführt werden (BS2000 nur Plus und Minus).
SET intvar = DAY: Nummer des Wochentages.
SET intvar = RECORDS: Anzahl der Sätze des aktuellen Arbeitsbereichs.
SET CONVX/CONVC string: Anzahl der Sätze des aktuellen Arbeitsbereichs.